18.1 Konjunkturausblick

Gesamtwirtschaft

Konjunkturausblick Gesamtwirtschaft

 

 

Wachstum1 2015

 

Ausblick Wachstum1 2016

Wachstum 2015 angepasst

1

Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Quelle: IHS Global Insight

2

Darin enthalten sind rund 50 Länder, die IHS Global Insight in Anlehnung an die Weltbank als Schwellenländer definiert.

Stand: Februar 2016

Welt

 

2,5 %

 

2,8 %

EU

 

1,8 %

 

1,9 %

davon Deutschland

 

1,5 %

 

2,0 %

USA

 

2,4 %

 

2,7 %

Schwellenländer2

 

3,7 %

 

4,0 %

Wir rechnen für das Jahr 2016 mit einem etwas höheren Wachstum der Weltwirtschaft als im Vorjahr. Auch wenn nach dem ersten Zinsschritt im Dezember 2015 weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank zu erwarten sind, dürfte das Zinsniveau weltweit niedrig bleiben und weiter zur Belebung der Konjunktur beitragen. Unterstützend wirkt auch der niedrige Ölpreis, der die Konsumenten entlastet und die private Nachfrage stärkt.

Impulse sind vor allem aus den USA zu erwarten, wo Beschäftigung und Konsum weiter zunehmen dürften. Auch in Europa rechnen wir mit einer anhaltenden Erholung. Während die wirtschaftliche Dynamik insbesondere in einigen südeuropäischen Ländern nach wie vor durch die hohe Arbeitslosigkeit gebremst wird, dürfte das Wachstum in Deutschland weiter zulegen. Die Länder der Euro-Zone profitieren dabei insbesondere vom vorteilhaften Euro-Wechselkurs.

Auch in den Schwellenländern erwarten wir nach einem relativ schwachen Vorjahr insgesamt wieder steigende Wachstumsraten. Dagegen gehen wir für China von einer weiteren Verlangsamung des Wachstums aus. Die Wirtschaftsleistung in Russland und Brasilien dürfte auch 2016 zurückgehen, allerdings weniger stark als im Vorjahr.

Konjunkturausblick Segmente

 

 

Wachstum1 2015

 

Ausblick Wachstum1 2016

1

Eigene Berechnung, ausgenommen Pharmamarkt: Quelle: IMS Health. IMS Market Prognosis. Copyright 2015. Alle Rechte vorbehalten; währungsbereinigt; Werte 2015 vorläufig

Stand: Februar 2016

Pharmaceuticals-Markt

 

9 %

 

5 %

Consumer-Health-Markt

 

5 %

 

4 %

Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt

 

≤ 0 %

 

0 %

Animal-Health-Markt

 

5 %

 

4 %

Für den Pharmaceuticals-Markt erwarten wir 2016 einen Wachstumsrückgang gegenüber dem Vorjahr. In Europa rechnen wir mit einem Wachstum unter dem Vorjahresniveau im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die Schwellenländer wird eine Abschwächung der Wachstumsdynamik angenommen, und in Japan dürfte der Pharma-Markt stagnieren. Positive Impulse erwarten wir aus den USA, wo ein anhaltendes Wachstum, unterstützt vor allem durch die Ausbietung neuer Produkte, prognostiziert wird.

Das Wachstum des Consumer-Health-Marktes dürfte 2016 etwas geringer ausfallen als im Vorjahr. Wir rechnen mit einer im Vergleich zu 2015 schwächeren Erkältungssaison sowie einer geringeren Anzahl von Neueinstufungen als verschreibungsfreie Produkte, insbesondere in den USA. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in Brasilien, Russland und China erwarten wir in diesen Ländern eine geringere Dynamik als im Vorjahr.

Für den weltweiten Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt rechnen wir nach einem schwachen Vorjahr angesichts hoher Lagerbestände und niedriger Preise für Agrarrohstoffe für 2016 mit einem stagnierenden Gesamtmarkt. Positive Wachstumsimpulse erwarten wir wie im Vorjahr aus Europa und der Region Asien / Pazifik. Für Asien rechnen wir mit einer weiteren Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion. In Nord- und Südamerika hingegen prognostizieren wir eine weiterhin angespannte Marktsituation, die wiederum hinter der globalen Entwicklung zurückbleiben dürfte.

Nachdem erfolgreiche Produkteinführungen speziell im Haustierbereich dem Wachstum im Animal-Health-Markt in den vergangenen beiden Jahren Wachstumsimpulse geben konnten, erwarten wir für 2016 eine leicht abgeschwächte Dynamik für den Gesamtmarkt.

Im Jahr 2016 erwartet Covestro für die Hauptabnehmerbranchen Automobil, Bau, Elektrotechnik & Elektronik und Möbel ein verbessertes Konjunkturklima. In Nordamerika sieht das Unternehmen Wachstumsimpulse bedingt durch einen Anstieg des privaten Konsums und eine Erhöhung der öffentlichen Ausgaben. Für die Europäische Union rechnet Covestro wegen der anhaltend expansiven Geldpolitik und des schwachen Euro mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung. China wird wegen industrieller Überkapazitäten und hoher Verschuldung erneut langsamer wachsen, während Indien und Japan positive Wachstumssignale setzen.