14.5 Finanzlage und Investitionen Bayer-Konzern

Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)

 

 

2014

 

2015

 

 

in Mio €

 

in Mio €

Vorjahreswerte angepasst

1

Brutto-Cashflow: Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis abzüglich gezahlter bzw. geschuldeter Ertragsteuern zuzüglich Abschreibungen abzüglich Wertaufholungen zuzüglich bzw. abzüglich Veränderungen der Pensionsrückstellungen abzüglich Gewinne bzw. zuzüglich Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten abzüglich Gewinne aus der Neubewertung bisheriger Vermögenswerte bei stufenweisem Unternehmenserwerb. Die Position Veränderung der Pensionsrückstellungen umfasst sowohl die Korrektur nicht zahlungswirksamer Effekte im EBIT als auch Auszahlungen aufgrund unserer Pensionsverpflichtungen. Der Brutto-Cashflow ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert.

Brutto-Cashflow1

 

6.707

 

6.999

Veränderung Working Capital / Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge

 

−1.010

 

−152

Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) im fortzuführenden Geschäft

 

5.697

 

6.847

Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) im nicht fortgeführten Geschäft

 

113

 

43

Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) (Gesamt)

 

5.810

 

6.890

Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit (Gesamt)

 

−15.539

 

−2.762

Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit (Gesamt)

 

9.736

 

−3.974

Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit

 

7

 

154

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang

 

1.662

 

1.853

Veränderung aus Wechselkurs- / Konzernkreisänderungen

 

184

 

−148

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende

 

1.853

 

1.859

Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow)

Der Brutto-Cashflow Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis abzüglich gezahlter bzw. geschuldeter Ertragsteuern zuzüglich Abschreibungen abzüglich Wertaufholungen zuzüglich bzw. abzüglich Veränderungen der Pensionsrückstellungen abzüglich Gewinne bzw. zuzüglich Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten abzüglich Gewinne aus der Neubewertung bisheriger Vermögenswerte bei stufenweisem Unternehmenserwerb. Die Position Veränderung der Pensionsrückstellungen umfasst sowohl die Korrektur nicht zahlungswirksamer Effekte im EBIT als auch Auszahlungen aufgrund unserer Pensionsverpflichtungen. Diese Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert. ist eine Kennzahl, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert ist.

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft erhöhte sich im Jahr 2015 um 4,4 % auf 6.999 Mio € (Vorjahr: 6.707 Mio €). Dies ist insbesondere auf das verbesserte EBITDA EBIT zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die Kennzahl ist nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert. zurückzuführen. Der Netto-Cashflow (Gesamt) stieg wegen einer deutlich verringerten zusätzlichen Mittelbindung im Working Capital um 18,6 % auf 6.890 Mio € (Vorjahr: 5.810 Mio €). Im Jahr 2015 wurden Ertragsteuern in Höhe von 1.699 Mio € (Vorjahr: 1.835 Mio €) bezahlt.

Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit

Im Rahmen der investiven Tätigkeit flossen im Jahr 2015 insgesamt 2.762 Mio € ab. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um 6,2 % auf 2.517 Mio € (Vorjahr: 2.371 Mio €). Davon entfielen auf HealthCare 969 Mio € (Vorjahr: 832 Mio €), auf CropScience 722 Mio € (Vorjahr: 686 Mio €) und auf Covestro 508 Mio € (Vorjahr: 605 Mio €). Die Ausgaben für Akquisitionen in Höhe von 176 Mio € (Vorjahr: 13.545 Mio €) betrafen im Wesentlichen die Übernahme der SeedWorks India Pvt. Ltd. mit Sitz in Hyderabad, Indien, und weitere Zahlungen in Zusammenhang mit der Übernahme des Consumer-Care-Geschäfts des US-Konzerns Merck & Co., Inc. Letztere zählte neben der Übernahme der Algeta ASA, Norwegen, zu den wesentlichen Akquisitionen im Jahr 2014. Darüber hinaus flossen aus kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerten 370 Mio € ab (Vorjahr: 177 Mio €). Aus Zins- und Dividendeneinnahmen flossen 106 Mio € (Vorjahr: 107 Mio €) zu.

Die wesentlichen, strategisch relevanten Investitionen in Sachanlagen der operativen Segmente innerhalb der vergangenen zwei Jahre sind in folgender Tabelle dargestellt:

Investitionen in Sachanlagen

Beschreibung
  • Erweiterung der Herstellkapazitäten für neue rFaktor VIII-Therapien in Wuppertal, Deutschland
  • Erweiterung von Laborkapazitäten für Forschung und Entwicklung in Wuppertal, Deutschland
  • Modernisierung von Forschungseinrichtungen in Berlin, Deutschland
  • Modernisierung der Standort Infrastruktur in Wuppertal und Leverkusen, Deutschland
  • Erweiterung der Produktionskapazitäten in Beijing, China
  • Erweiterung Qualitätskontrolle Biologika in Berkeley, USA
  • Kapazitätserweiterungen für die Herbizid-Produktion in den USA und Deutschland
  • Aufbau einer Produktionsanlage für Insektizide in Indien und Deutschland
  • Weiterer Ausbau der Produktionskapazitäten für Fungizide in Deutschland
  • Ausbau von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Deutschland
  • Aufbau von Zuchtstationen für verschiedene Pflanzenarten weltweit
  • Ausbau von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in den USA
  • Errichtung einer Produktionsstraße für CO2-basierte Polyole in Dormagen, Deutschland
  • Weiterführung der Investitionen des Jahres 2014 bei Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties
  • Erweiterung der Xarelto™-Produktionskapazitäten in Wuppertal und Leverkusen, Deutschland
  • Erweiterung der Herstellkapazitäten für neue rFaktor VIII-Therapien in Wuppertal, Deutschland
  • Erweiterung von Laborkapazitäten für Forschung und Entwicklung in Wuppertal, Deutschland
  • Modernisierung von Forschungseinrichtungen in Berlin, Deutschland
  • Erweiterung der Produktionskapazitäten in Beijing, China
  • Erweiterung Qualitätskontrolle Biologika in Berkeley, USA
  • Fertigstellung der Kapazitätserweiterungen für Fungizide in Deutschland und der Schweiz
  • Fertigstellung der Kapazitätserweiterungen für die Herbizid-Produktion in Deutschland
  • Aufbau von Zuchtstationen für verschiedene Pflanzenarten weltweit
  • Verdoppelung der Produktionskapazität für Polycarbonat in Shanghai, China
  • Verdoppelung der Produktionskapazität für das aliphatische Isocyanat HDI (Hexamethylene diisocyanate) in Shanghai, China
  • Fertigstellung der Kapazitätsausweitung für Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) in Shanghai, China
  • Fertigstellung einer „world-scale“-Produktionsanlage für Toluylen-Diisocyanat (TDI) basierend auf der Technologie der Gasphasen-Phosgenierung in Dormagen, Deutschland

Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit verzeichneten wir im Jahr 2015 Mittelabflüsse in Höhe von 3.974 Mio €, darunter Netto-Kreditrückzahlungen in Höhe von 2.929 Mio € (Vorjahr: Netto-Kreditaufnahmen in Höhe von 11.838 Mio €). Die Netto-Zinsausgaben stiegen um 80 % auf 652 Mio € (Vorjahr: 362 Mio €). Die Auszahlungen für Dividenden lagen bei 1.869 Mio € (Vorjahr: 1.739 Mio €). Aus dem Börsengang von Covestro flossen 1.490 Mio € zu.

Flüssige Mittel und Nettofinanzverschuldung

Nettofinanzverschuldung

 

 

31.12.2014

 

31.12.2015

 

 

in Mio €

 

in Mio €

1

nach IFRS Fremdkapital

2

Darin enthalten sind: kurzfristige Ausleihungen und Forderungen gegenüber Banken und anderen Unternehmen mit einer Laufzeit > 3 Monate und ≤ 12 Monate; zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen, die beim erstmaligen Ansatz als kurzfristig ausgewiesen werden

Anleihen / Schuldscheindarlehen

 

14.964

 

15.547

davon Hybridanleihen1

 

4.552

 

4.525

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

3.835

 

2.779

Leasingverbindlichkeiten

 

441

 

474

Negative Marktwerte aus der Sicherung bilanzieller Risiken

 

642

 

753

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

 

1.976

 

369

Positive Marktwerte aus der Sicherung bilanzieller Risiken

 

−258

 

−350

Finanzverschuldung

 

21.600

 

19.572

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

−1.853

 

−1.859

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte2

 

−135

 

−264

Nettofinanzverschuldung

 

19.612

 

17.449

Die Nettofinanzverschuldung ist nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert und wird wie oben dargestellt ermittelt.

Im Geschäftsjahr 2015 verringerte sich die Nettofinanzverschuldung des Bayer-Konzerns um 11,0 % auf 17,4 Mrd €. Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit und dem Börsengang von Covestro standen Mittelabflüsse für Dividenden und negative Währungseffekte gegenüber. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2015 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1,9 Mrd € (Vorjahr: 1,9 Mrd €). Am Bilanzstichtag belief sich unsere Finanzverschuldung auf 19,6 Mrd € (Vorjahr: 21,6 Mrd €). Darin enthalten sind drei nachrangige Hybridanleihen mit insgesamt 4,5 Mrd €. Bei der Beurteilung der Nettofinanzverschuldung ist zu berücksichtigen, dass die im Juli 2014 bzw. April 2015 begebenen Hybridanleihen im Nominalvolumen von 1,75 Mrd € und 1,5 Mrd € bzw. 1,3 Mrd € von Moody’s und von Standard & Poor‘s zu 50 % als Eigenkapital bewertet werden. Verglichen mit klassischem Fremdkapital werden die ratingspezifischen Verschuldungskennziffern des Konzerns daher mit den Hybridanleihe Eine Hybridanleihe ist eine Unternehmensanleihe mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften und mit meist keiner oder sehr langer Laufzeit, die durch ihre Nachrangigkeit im Insolvenzfall des Emittenten eine niedrigere Rückzahlungswahrscheinlichkeit als eine gewöhnliche Anleihe hat. entlastet. Im Geschäftsjahr 2015 verringerten sich unsere langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 18,5 Mrd € auf 16,5 Mrd €. Gleichzeitig blieben die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten mit 3,4 Mrd € unverändert.

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